News – educationsuisse

Schweizer Schule Rom – Pausenengel sind für alle Kinder da!

Die Schweizer Schule Rom SSR hat in diesem Schuljahr auf der Primarstufe das Projekt der «Pausenengel» ins Leben gerufen. So wurden Lehrpersonen schulintern zu diesem innovativen Konzept zur Streitvermeidung und Gewaltprävention auf dem Pausenplatz weitergebildet.

In einem ersten Schritt wurden aus zahlreichen Bewerbungen 18 Schülerinnen und Schüler aus den Primarklassen 2 – 5 ausgewählt und von den Lehrpersonen auf ihren Einsatz als «Pausenengel» vorbereitet. Diese Kinder begleiten und unterstützen nun nach der gezielten Ausbildungs- und Vorbereitungsphase, einer längeren Praktikumszeit und abschliessender Urkundenüberreichung die Lehrpersonen bei ihrer Pausenaufsicht.

Pausenengel haben die Aufgabe zu beobachten, zu verstehen und bei kleinen Alltagsschwierigkeiten, wie z.B. eine Jacke zuzuknöpfen, zu helfen. Sie sprechen Kinder an, die traurig sind, und reden mit ihnen. Sie informieren die Lehrpersonen, wenn sie ernste Konflikte oder grössere Probleme erkennen. Pausenengel nehmen die Gefühle anderer Kinder wahr, führen Gespräche, hören zu und trösten. Pausenengel sind für alle Kinder da! In den kommenden Schuljahren werden an der SSR fortlaufend weitere Pausenengel ausgebildet, so dass immer mehr Engel auf dem Pausenplatz helfen, wo Hilfe notwendig ist.

www.scuolasvizzeradiroma.it

Erfahrungsbericht einer Stipendiantin Noemi Wymann

Geburtsdatum: 29.03.1997
Aufgewachsen in Rumänien
Heimatkanton: Bern

Aufgewachsen bin ich in Rumänien. Meine Eltern sind vor fast 25 Jahren dahingezogen, um ein christliches Sozialprojekt aufzubauen. Da meine Familie in einem kleinen, etwas abgelegenen Dorf gewohnt hat, war es schon von Anfang an klar, dass wir Kinder für eine gewisse Zeit in die Schweiz ziehen werden und hier unsere Ausbildung absolvieren. Bei einem Besuch bei der Schweizer Berufsberatung habe ich erfahren, wie das schweizerische Schulsystem funktioniert. Aber auch welches die Anforderungen für eine komplette Bewerbung sind: Motivationsschreiben, Lebenslauf, Zeugniskopien und zum Teil auch Ergebnisse von Eignungstests und Schnupperlehrberichte. Ich habe mich für eine KV-Ausbildungsstelle bei der Fehr Braunwalder AG beworben und durfte im August 2015 mit der Lehre und Berufsschule beginnen. Da Rumänien nicht so weit entfernt ist, konnte ich zuvor für eine Schnupperlehre und ein Bewerbungsgespräch in die Schweiz kommen.

Während der Schnupperlehre und auch während meiner Ausbildung durfte ich bei meinem Patenonkel und seiner Familie wohnen, die mich sehr herzlich aufgenommen haben. Die Schule war an und für sich interessant. Der Unterschied, zu dem mir bisher bekannten Schulsystem lag im Denken und der Art und Weise wie man ein Problem angeht. Vor allem habe ich das im Fach Mathematik gemerkt.

Mit dem Umzug in die Schweiz habe ich auch begonnen mehr Verantwortung zu übernehmen und mich eigenständig um meine privaten Dokumente zu kümmern. Bei Unklarheiten konnte ich jedoch immer wieder bei meinen Verwandten oder Freunden nachfragen. Beispielsweise wenn es darum ging eine Krankenkasse abzuschliessen oder meine erste Steuererklärung auszufüllen. Es gab aber auch Menschen, die mir spontan Sachen erklärt haben. Beispielsweise ein Passant am Bahnhof, der mir zeigte, wie ein Busticket am Automaten gelöst wird, weil ich nicht wusste, was mit dem halben Preis (Halbtax) gemeint war.

Da eine Ausbildung in der Schweiz mit hohen Lebenshaltungskosten verbunden ist, habe ich mich frühzeitig darüber informiert, wie ich diese finanzieren könnte. Von einer Bekannten habe ich den Tipp erhalten, mich für ein kantonales Stipendium zu bewerben. Auf verschiedenen Internetseiten konnte ich nachlesen, was für Konditionen erfüllt sein müssen, um bei einem solchen Antrag berücksichtigt zu werden. Hierbei bin ich auch auf die Seite von educationsuisse gestossen. Das Angebot, dass man von einer Organisation Unterstützung erhält bei der Beantragung kantonaler Stipendien, war für mich neu und sehr hilfreich. educationsuisse hat mich durch den ganzen Prozess der Gesuchsstellung begleitet und mich darauf aufmerksam gemacht, wenn Dokumente gefehlt haben oder Informationen vervollständigt werden mussten. Dies war für mich eine grosse Unterstützung, welche ich sehr geschätzt habe in den letzten Jahren. Vielen Dank für die regelmässigen Nachrichten und Erinnerungen!

Dadurch, dass ich von meinem Heimatkanton Bern Stipendien erhalten habe, konnte ich mich voll und ganz auf meine Ausbildung konzentrieren und musste mir keine Sorgen um meine Miete und andere anstehende Kosten machen. Mich hier einzuleben hat zwar seine Zeit gedauert, aber ich habe die vielen Möglichkeiten, die sich mir in diesem Land bieten, sehr zu schätzen gelernt. Sei es ein Schwimmkurs oder auch die Chance neue Menschen kennen zu lernen und einen weiteren Freundeskreis aufzubauen.

Nach Abschluss meiner Lehre hatte ich die Gelegenheit noch ein paar Monate bei meinem Lehrbetrieb weiterzuarbeiten. Nun bin ich einige Monate am Reisen und ab August werde ich bei einer IT-Firma eine neue Arbeitsstelle antreten. Ich freue mich bereits, mich in mein neues Umfeld einzuarbeiten. Es gibt so viele spannende Bereiche, welche mein Interesse wecken. Ich will gerne weiterlernen und mein Wissen vergrössern.

www.educationsuisse.ch

Schweizer Schule Singapur – Die französischsprachige Sektion startet!

Auf das kommende Schuljahr wird die familiäre Schweizer Schule in Singapur
SSiS weltweit zur zweiten offiziellen Schweizerschule, in welcher in den beiden am weitesten verbreiteten Landesprachen der schweizerischen Eidgenossenschaft unterrichtet wird. Einzig in Bogotá wird nebst der deutschsprachigen eine französischsprachige Abteilung geführt.

Bereits wurde für die SSiS erfolgreich eine französischsprechende Klassenlehrperson
in der Romandie rekrutiert. Frau Murielle Quenzer wird im August 2019 in Singapur ihre Stelle antreten. Sie unterrichtete an öffentlichen und privaten Schulen in der Schweiz, in Argentinien, an der Schweizerschule in Kolumbien und in Hongkong. Mit ihrem reichen Erfahrungsschatz wird sie der französischsprachigen Sektion zu einem guten Start verhelfen können.

Die erfolgreiche Erfahrung der Schule im Bereich des altersdurchmischten Lernens wird auch im neuen Angebot umgesetzt. In diesem Sommer wird mit einer französischsprachigen P1/2-Klasse gestartet, ein Jahr später wird zusätzlich eine P3/4-Klasse eingeführt und möglicherweise auch eine Kindergartenklasse integriert werden. Die Implementierung soll bis 2021 abgeschlossen sein und den ganzen Primarschulbereich abdecken.

Der Unterricht folgt dem Lehrplan PER (Plan d‘études romand) mit leichten Anpassungen an die lokalen Gegebenheiten. Alle Fächer gemäss PER werden auf Französisch unterrichtet. Für den Englischunterricht ist geplant, die Schüler und Schülerinnen aus dem deutschen und französischen Stream gemeinsam in verschiedenen Niveaustufen zu fördern.

Die Schweizer Schule Singapur freut sich sehr, dass das örtliche Zentrum der Schweizer Gemeinschaft auf dem Bukit Tinggi mit dem Swiss Club, der Schweizer Botschaft und der SSiS nun auch den Romands eine schulische Heimat anbieten kann.

www.swiss-school.edu.sg

Leslies Traumjob in der Schweiz

educationsuisse berät zu allen Fragen rund ums Thema «Ausbildung in der Schweiz». Auch an der Vermittlung von Sprachassistenten und Sprachassistentinnen beteiligt sie sich, wie das Beispiel von Leslie Schmid (im Bild) zeigt.

An Schweizer Gymnasien und Berufsfachschulen bereichern «Native Speakers» den Sprachunterricht und veranschaulichen kulturelle Aspekte ihres Herkunftslandes. Vermittelt werden diese Sprachassistenten/innen, in der Regel junge Studierende aus dem Ausland, von der nationalen Agentur Movetia in Zusammenarbeit mit educationsuisse. Leslie Schmid, Auslandschweizerin aus Kanada, ist eine von Ihnen. Sie arbeitet seit September 2018 als Sprachassistentin an der Kantonsschule Zug und schildert im Interview ihre Erfahrungen:


Leslie Schmid, welches waren Ihre Beweggründe, sich für das Programm zu bewerben?

Schon als kleines Kind wusste ich, dass ich einmal Lehrerin werden möchte. In Ottawa studierte ich Germanistik und erwarb das Lehrdiplom für Fremdsprachen. Da ein Grossteil meiner Verwandten in der Schweiz lebt, entschloss ich mich, hier eine Bewerbung als Sprachassistentin für Englisch einzureichen. Movetia hat mir geholfen, meinen Traumberuf ausüben zu können – die Arbeit gefällt mir sehr!

Haben Sie sich schnell an der Schule und in der Schweiz eingelebt?

Ja, ich habe mich an der Schule rasch eingelebt und komme auch gut im Alltag in der Schweiz zurecht. Die Lehrpersonen und Lernenden haben mich sehr gut aufgenommen. Ich fühle mich hier zuhause. Geholfen hat mir sicher auch, dass meine Eltern und Brüder in Kanada immer Schweizerdeutsch gesprochen haben.

Gibt es spezielle Unterschiede zwischen Kanada und der Schweiz?

Es gibt Unterschiede, etwa auch im Schulsystem. Aufgefallen ist mir vor allem, dass die Schweizer weniger ‚Small talk’ machen als wir in Kanada. Es erscheint mir auch schwierigerer, ausserhalb der Arbeitswelt, Freunde zu finden. Das Leben hier ist teurer; ein riesiger Schock waren für mich die Kosten der Krankenkasse. In Kanada ist das Gesundheitswesen kostenlos! Auch erstaunt es mich täglich, wie viele Leute hier rauchen.

Ist es schwierig, so weit weg von Ihrer Familie in Kanada zu leben?

Manchmal ja und manchmal nein. Früher habe ich immer meine umfangreiche Schweizer Verwandtschaft vermisst. Nun fehlen mir meine Eltern und Brüder, die in Kanada geblieben sind. Ich bin auf einer Milchfarm gross geworden und wenn ich hier an einem Bauernhof vorbeikomme, ist das Heimweh gross. Dank sei den neuen Technologien – so kann ich meine Familie jederzeit kurz anrufen!

Die Bewerbungsfrist als Sprachassistent/in für das Schuljahr 2019/20 läuft bis Ende März 2019. Genauere Informationen zum Programm «Sprachassistenz» erhalten Sie direkt bei edith.funicello@movetia.ch oder info@educationsuisse.ch.

75 Jahre Schweizer Schule Lima

Die offizielle Feier zum 75-jährigen Jubiläum der Schweizer Schule in Lima begann mit der Einweihung einer Bronzebüste von J.H. Pestalozzi. Diese wurde durch die Vereinigung der ehemaligen Schüler und Schülerinnen der Schweizer Schule Lima als Geschenk zum Jubiläum übergeben. Das Kunstwerk befindet sich direkt vor dem Haupteingang der Schule.
Danach begaben sich die Gäste ins Auditorium, wo der Schulleiter Urs Steiner durch ein abwechslungsreiches Programm führte. Dabei stand die Geschichte der Schule natürlich im Mittelpunkt. Im Anschluss an beide Nationalhymnen (Schweiz und Peru) hielten die Ehrengäste ihre Ansprachen und wünschten der Schule alles Gute zum Jubiläum. Darunter waren auch Isabelle Chassot (Direktorin Bundesamt für Kultur), Monika Knill (Regierungsrätin des Kantons Thurgau), Markus-Alexander Antonietti (Schweizer Botschafter in Peru) und Hans Ambühl (Präsident educationsuisse).
Zwischen den Ansprachen sorgte der Pestalozzi Schulchor für Unterhaltung. Dabei wurden die verschiedensten Sprachen miteinbezogen wie zum Beispiel Spanisch, Deutsch und Italienisch. Die Schülerband begeisterte mit fetzigen Einlagen und beendete das Programm mit einem Swing-Medley, in welchem auch der Chor nochmals zum Einsatz kam. Der tosende Applaus der Gäste war verdient.
Der Festakt im Auditorium dauerte rund zwei Stunden. Im Anschluss wurden die Besucher mit einem Apéro verwöhnt.

www.pestalozzi.edu.pe

Schweizer Schule Singapur
Zu Besuch bei Radio24




Der in der Schweiz renommierte Sender Radio24 besuchte Singapur vom 24. bis 28. September 2018 und sendete eine Woche lang live den „Ufsteller“ aus dem Stadtstaat in Südostasien. Die Schweizer Schule in Singapur (SSiS) hatte die Ehre, Teil dieser Morgenshow zu sein.

Unsere Lehrperson Karin Muntwyler und die Lernenden Megan Schüffel aus der Primary 5 und Louis Boenders aus der Primary 6 nahmen die Einladung zu einem Interview an. So besuchten sie am 26. September das provisorisch eingerichtete Studio, welches in einem Hotelzimmer im Stadtzentrum aufgebaut war. Unglaublich, was da an Technik mit nach Singapur geschleppt und installiert wurde, um die spannende Sendung zu produzieren und das Leben in Singapur den Zuhörern in der Schweiz näher zu bringen.

Schweiz – Singapur

Karin Muntwyler lebt seit etwas mehr als einem Jahr in Singapur und unterrichtet auf der Unterstufe. Megan ist mit ihrer Familie im letzten Sommer nach Singapur gezogen und Louis ist bereits ein „alter Hase“. Er ist bereits im 4. Jahr an der SSiS.
Das Reporter-Team aus der Schweiz interessierte, wie es sich anfühlte, als es auf einmal hiess, die Koffer zu packen und nach Asien umzusiedeln:
Megan war traurig, dass sie sich von allen Freunden in der Schweiz verabschieden musste und schätzt sich heute glücklich über die vielen neuen Freundschaften, die sie in Singapur geschlossen hat.
Louis ist der Umzug in die Ferne gut gelungen. Er hält online regen Kontakt mit der Familie und einigen Freunden und überbrückt so sein Heimweh.
Karin Muntwyler hat kurz vor der Vertragsunterzeichnung „kalte Füsse“ bekommen. Sie wollte sich jedoch die einmalige Chance nicht entgehen lassen, einmal im Leben im Ausland zu unterrichten. Dank den lieben Schülern und Schülerinnen, der guten Zusammenarbeit mit den Eltern, dem tollen Team und natürlich ihrem Durchhaltewillen geniesst sie heute das Leben in der multikulturellen Metropole in den Tropen in vollen Zügen. Gelegentlich reist sie in die Schweiz, um dem Heimweh Meister zu werden.
Auf die wesentlichen Unterschiede zwischen der Schule in der Schweiz und in Singapur angesprochen, meinte Louis, dass in Singapur die meisten Schüler mit dem Schulbus zur Schule fahren und eine Schuluniform tragen.
Megan freut sich immer auf den letzten Freitag im Monat, den „Casual Friday“. Die Schüler dürfen an diesem speziellen Tag anziehen, was sie wollen. Sie fügt noch hinzu, dass die Schulfächer „Science“ und „Math in English“ bestimmt nicht auf einem Schweizer Stundenplan stehen.

Spontan moderieren

Ganz spontan wechselten die Radio24 Reporter die Rollen und Übergaben die Moderation der Sendung den beiden Lernenden. Eine kurze Instruktion, Kopfhörer tauschen, Neupositionierung der Mikrophone und schon waren die beiden „On Air“. Louis berichtete über die Temperaturen in Zürich und kündigte einen Song mit Interpret an, während Megan über das Verkehrsaufkommen in Zürich und Agglomeration informierte.
Was für ein Erlebnis – aus knapp 11‘000 Kilometer Entfernung die Zuhörer in der Schweiz in den Morgen zu begleiten!
www.swiss-school.edu.sg

Ehemalige erzählen
Lea Vetsch

Ein Jahr, das im Herzen bleibt

«Ich habe mit meiner Familie ein prägendes Jahr in Chile verbracht. Wie kam es dazu? Mein Grossvater arbeitete vor 60 Jahren als Lehrer an der Schweizer Schule Santiago und lernte dort meine chilenische Grossmutter kennen. Meine Eltern leben in der Schweiz; doch mein Vater hegte immer den Wunsch, einmal während einer längeren Zeit in Chile zu leben. So beschlossen meine Eltern, ein Jahr in Chile zu verbringen. Meine zwei Geschwister und ich besuchten somit 2016 die Schweizer Schule in Santiago. Diese Zeit hat uns alle sehr geprägt und weltoffener gemacht.

Nervös und ohne Spanischkenntnisse startete ich meinen ersten Schultag, der mir gut in Erinnerung geblieben ist. Dank der offenen und herzlichen Art und den sehr guten Deutschkenntnissen meiner Mitschüler und Mitschülerinnen fühlte ich mich schnell integriert und wohl. Bald schon entstanden intensive, bis heute anhaltende Freundschaften, die anders und unbeschwerter waren, als ich es in der Schweiz gewohnt war.

Das Schulklima empfand ich als sehr persönlich; es wurde auf die Interessen der einzelnen Schüler eingegangen. Stets wurde ich ernst genommen und fühlte mich gut aufgehoben. Die Multikulturalität – 26 Nationen waren an der Schule vertreten – faszinierte mich. Eine gelebte Swissness mit Spätzli im Kochunterricht, der 1. August-Feier und den vielen Bildern der Schweiz war immer präsent. Die Schüler und Schülerinnen sprachen meistens sehr gut und gerne Deutsch. Die Alltagssprache unter uns war jedoch Spanisch. So lernte ich während diesem Jahr fliessend Spanisch sprechen.
Auch das Zusammengehörigkeitsgefühl an der Schule empfand ich als einzigartig. Vom Kindergarten bis zur letzten Gymnasialklasse wurden regelmässig gemeinsame Projekte wie Umwelttage und Schulfeste durchgeführt. Die Olympiaden-Woche und verschiedene Schullager förderten das Miteinander und gehörten zu den Highlights des Schuljahres.

Die Schweizer Schule Santiago ist eine leistungsorientierte Privatschule und gehört zu den angesehensten Bildungsinstitutionen Chiles. Ich stellte fest, dass sich viele chilenische Familien die hohen Schulgebühren nicht leisten können. Der Grossteil der chilenischen Kinder besucht öffentliche Schulen, die leider durch eine niedrige Qualität und riesige Schulklassen gekennzeichnet sind. Die soziale Ungerechtigkeit, die durch die unterfinanzierten öffentlichen Schulen noch gefestigt wird, hat mich immer wieder nachdenklich und betroffen gemacht. Zu realisieren, dass die meisten meiner Mitschüler und Mitschülerinnen nur aus einer bestimmten sozialen Schicht der chilenischen Gesellschaft stammen – und dies oft als normal betrachteten – machte mich traurig und besorgt.

Der Wiedereinstieg in mein Gymnasium in der Schweiz gelang mir trotz anfänglicher Bedenken problemlos. Mich im Alltag wieder zurechtzufinden war allerdings am Anfang schwierig. Das Fernweh war und ist immer noch sehr stark. So höre ich seit meiner Rückkehr aus Chile als tägliches Abendritual den unzähligen WhatsApp Sprachnachrichten meiner chilenischen Freunde gespannt zu. Ich freue mich immer über die Neuigkeiten von der anderen Seite der Welt. Sofort tragen mich jeweils meine Gedanken zurück nach Chile, in mein zweites Zuhause – vor allem auch dank der Schweizer Schule.

Ein Jahr nach meiner Rückkehr bekam ich die Möglichkeit, einen einmonatigen Austausch an der Schweizer Schule Lima in Peru zu machen. Es war für mich spannend, eine andere Schweizerschule im Ausland kennenzulernen und auch einen Vergleich machen zu können.
Für meine Maturaarbeit reiste ich im Juli 2018 nach Santiago zurück, um eine Videoreportage über die Schweizer Schule zu drehen. In meiner Arbeit lege ich den Fokus auf den Deutschunterricht, zeige aber auch die Schule als Ganzes. Faszinierend ist für mich, wie die Schüler und Schülerinnen Deutsch lernen und welch hohes Niveau sie am Ende ihrer Schulzeit erlangen.

Ich bin dem Colegio Suizo de Santiago für seine Unterstützung und für das, was ich in meinem Schuljahr in Chile erleben durfte, sehr dankbar. Die spanische Sprache, kombiniert mit der positiven und interkulturellen Erfahrung, wird mir in meinem Leben so manche Tür zu verschiedensten Menschen und Kulturen öffnen. Ich schätze die Weltoffenheit, die ich aus Chile mitnehmen durfte.»

Schweizerschule Catania – Umbau während der Sommerpause

Während den langen Sommerferien, die in Italien üblich sind, wurden an der Schweizerschule in Catania weitere Sanierungs- und Umbauarbeiten ausgeführt. Das 115. Schuljahr startete somit unter den besten Bedingungen. In der kleinen, traditionellen Eröffnungsfeier wurde das neue Schuljahr eingeläutet und die alten und neuen Lehrpersonen sowie die Lernenden willkommen geheissen. Dabei erläuterte die Schulleiterin den anwesenden Eltern die erfolgten Bauarbeiten. So wurde der Spiel- und Sportplatz komplett saniert und ein Trinkbrunnen aufgestellt. Im Weiteren wurde die Wasserleitung bis in die Klassenzimmer des Erdgeschosses verlegt, damit alle Schulzimmer über ein Waschbecken verfügen. Im Hauptgebäude wurden einige Schulzimmer miteinander verbunden, um die Flexibilität des Unterrichts zu steigern. Dank einer eigenen Photovoltaikanlage kann nun selbst Strom generiert werden. Schlussendlich wurden alle Böden poliert und die Aussenmauer saniert.
Mit diesen Arbeiten ist das mehrjährige Umbauprojekt abgeschlossen. Die Schule, deren Kern immer noch die Villa aus dem Jahr 1928 bildet, ist nun effizienter und moderner ausgestattet. Im Herzen der Stadt Catania gelegen bildet sie eine kleine Oase im verkehrschaotischen Zentrum. Die Verwirklichung der Umbau- und Sanierungsarbeiten ist dem Patronatskanton Zürich zu verdanken, der beide Projekte mit einem grosszügigen Betrag aus dem Lotteriefonds unterstützt und ermöglicht hat.
https://www.scuolasvizzeracatania.it/de/

Aus der Schweizerschule Rom

Papst Franziskus, der Vatikan und die Schweizer Garde

Die eidgenössisch anerkannten Schweizerschulen bieten gemäss Gesetz eine neutrale religiöse Bildung. In der ewigen Stadt Rom gehören der Vatikan und die päpstliche Schweizergarde zum Stadtbild und somit auch ein bisschen zur Schweizerschule. Sind doch mehr als zehn Prozent der Schweizer Kinder an der Schule Kinder von Angehörigen der Schweizergarde. Diese Kinder, die viel Schweizer Kultur- und Sprachpräsenz in die Klassen bringen, nehmen jeden Tag die beschwerliche Anfahrt vom Vatikan zur Schule im Stadtzentrum auf sich. Der Zufall wollte es, dass ein ehemaliger Schweizer Gardist am Eingangstor der Schweizer Schule Rom für Sicherheit bürgt. Ausflüge in den Vatikan und zur Garde sind bei den Lernenden allemal sehr beliebt.

Der Papst und der Fussball

Der Besuch der zweiten Primarschulklassen vor den Sommerferien im Vatikan war besonders aufregend und sicher unvergesslich. Die Schüler und Schülerinnen konnten Papst Franziskus exklusiv treffen und mit ihm dabei ein paar Worte wechseln. Sofort gewann der Pontifex viele Sympathien, währenddem ihm die Lernenden ein süsses Geschenk in Form einer Schweizer Schokolade überbrachten. Papst Franziskus nahm sich rund zwanzig Minuten Zeit, um mit den vierzig Kindern persönlich das Gespräch zu suchen. Mit jeder Schülerin und jedem Schüler tauschte er sich kurz über verschiedene Themen aus. Ein Schüler spanischer Muttersprache ergriff die Gelegenheit, mit dem argentinischen Pontifex auf Spanisch ein Fachgespräch unter Fussballinteressierten zu führen und sich gleichzeitig über seine bevorzugten Fussballklubs zu informieren. Zurück an der Schule zeigte eine schriftliche Nachbereitung der Begegnung, dass das Treffen einen grossen Eindruck hinterlassen hat.

Schweizer Garde und Petersdom

Die Schülerinnen und Schüler hatten nach dem Besuch beim Papst noch das Privileg, mit zwei Schweizer Gardisten eine Führung durch den Petersdom zu unternehmen und die historische Waffenkammer der Schweizer Garde zu besuchen. Letzteres hinterliess besonders bei den Jungs grossen Eindruck, auch wenn die Vorstellungskraft angesichts von Waffen und Rüstungen, welche teilweise ein halbes Jahrtausend alt sind, noch nicht ganz ausgereift ist. Leider konnte dem Wunsch von einigen Schülern, eine Rüstung anzuziehen, nicht stattgegeben werden. Denn abgesehen davon, dass es keine Kindergrössen gibt, entspricht das durchschnittliche Gewicht der Schüler ungefähr jenem der Rüstungen selbst.
Der Besuch im Vatikan hinterliess nicht nur einen bleibenden Eindruck, sondern stärkte einmal mehr die Präsenz der Schweiz bei den Lernenden und Lehrpersonen und die Beziehung zwischen historischen Schweizer Institutionen in Rom.
Die eidgenössisch anerkannten Schweizerschulen bieten gemäss Gesetz eine neutrale religiöse Bildung. In der ewigen Stadt Rom gehören der Vatikan und die päpstliche Schweizergarde zum Stadtbild und somit auch ein bisschen zur Schweizerschule. Sind doch mehr als zehn Prozent der Schweizer Kinder an der Schule Kinder von Angehörigen der Schweizergarde. Diese Kinder, die viel Schweizer Kultur- und Sprachpräsenz in die Klassen bringen, nehmen jeden Tag die beschwerliche Anfahrt vom Vatikan zur Schule im Stadtzentrum auf sich. Der Zufall wollte es, dass ein ehemaliger Schweizer Gardist am Eingangstor der Schweizer Schule Rom für Sicherheit bürgt. Ausflüge in den Vatikan und zur Garde sind bei den Lernenden allemal sehr beliebt.
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Digitale Transformation – Ist die Schweiz fit für die Zukunft?

Interessant für die Bildungsverantwortlichen waren vor allem die Einschätzungen von Herrn Minsch zu möglichen Auswirkungen der Digitalisierung auf die Schulen.

Er sprach drei Bereiche an

1. Der digitalisierte Unterricht (dabei spielen vor allem die digitalen Werkzeuge eine Rolle). Dieser Bereich ist schon fortgeschritten und die meisten Schulen haben sich darauf eingestellt.

2. Wird die Digitalisierung die Lerninhalte verändern?
Minsch betont, dass bei der Erstsprache und der Mathematik keine Kompromisse gemacht werden dürfen und dass Informatik, insbesondere Programmieren, für alle angeboten werden muss (wie im Lehrplan 21 vorgesehen). Nicht vergessen werden dürfen die Softskills (Sozialkompetenzen).

3. Die digitalen Organisationshilfen für den Unterricht.
In diesem Bereich sieht Minsch die grössten Veränderungen und auch Chancen. Die Digitalisierung ermöglicht die Organisationsunterstützung und dadurch ergibt sich erstmals die Chance einer (machbaren) Individualisierung. Der Lernstand der Schüler wird konstant gemessen werden können und dadurch können individualisierte Lernangebote gemacht werden.

Auch an den Schweizerschulen im Ausland ist die Digitalisierung ein wichtiges Thema, welches den Schulalltag prägt. Die Schweizerschulen haben sich auf den Weg gemacht, den Lehrplan 21 einzuführen. Informatik und auch Programmieren wird an mehreren Schulen bereits angeboten, so z.B. an der Schweizerschule Barcelona, welche zusammen mit Prof. Dr. Juraj Hromkovic, Professor für Informationstechnologie an der ETH Zürich, Kurswochen für die Schülerinnen und Schüler und Weiterbildungsveranstaltungen für die Lehrpersonen durchführt.

Informationen zu den Schweizerschulen: www.educationsuisse.ch

Vortrag von Prof. Dr. Rudolf Minsch an der Swissdidac in Bern

educationsuisse auf Social Media

educationsuisse präsentiert sich auf Social Media! Auf der Geschäftsstelle in Bern wurde in den letzten Wochen intensiv an einer Social Media Strategie gearbeitet. Heute wurden unsere Profile auf Facebook, Linkedin und Xing aktiviert.
Wir wollen mit diesem Schritt educationsuisse, als Dachverband der Schweizerschulen im Ausland, weltweit bekannt machen und Anbieter von Schweizer Bildung im Ausland vernetzen.
Wir wollen Schweizer Lehrpersonen ansprechen und über eine Anstellung an einer Schweizerschule informieren.
Wir wollen junge Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer sowie Absolventen von Schweizerschulen über Ausbildungsmöglichkeiten in der Schweiz informieren.

Konferenz der Schweizerschulen
im Ausland

Bern, 9. - 11. Juli 2018

Die Konferenz der Schweizerschulen im Ausland bringt alljährlich die Schul-leiterinnen und Schulleiter sowie die Präsidentinnen und Präsidenten der Schweizerschulen im Ausland für gemeinsame Tage des Austauschs und der Weiterbildung zusammen. Die diesjährige Konferenz fand vom 9. – 11. Juli in Bern statt.
Die Konferenz, die jeweils von educationsuisse, dem Verband der anerkannten Schweizerschulen im Ausland organisiert wird, umfasste ein äusserst reiches Programm über drei Tage. Der Tagungsort der Konferenz liegt immer in einem der Patronatskantone der Auslandsschulen. Einbezogen wird am Weiterbildungstag jeweils auch die lokale pädagogische Hochschule. Am letzten Tag, an dem auch politische Vertreterinnen und Vertreter der Patronatskantone sowie zahlreiche Gäste teilnehmen, geht es insbesondere darum, über die Bildungspräsenz der Schweiz in der weiten Welt zu informieren.
Unsere News stellen eine kurze Zusammenfassung der verschiedenen Tagungsblöcke dar.

Die kompletten News finden Sie unter News – August 2018

Konferenzteilnehmer vor dem Bernerhof

educationsuisse
Alpenstrasse 26
3006 Bern
Schweiz

Schweizerschulen im Ausland
Telefon +41 (0)31 356 61 20
office@educationsuisse.ch

Ausbildung in der Schweiz
Telefon +41 (0)31 356 61 04
info@educationsuisse.ch


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