Wirtschaftswoche an der Schweizerschule in Rom

Wirtschaftswoche an der Schweizerschule in Rom

In der ersten Februarwoche sind die Schülerinnen und Schüler des vierten Liceo der Schweizerschule in Rom in unterschiedliche Rollen des Topmanagements geschlüpft: Im Rahmen der Wirtschaftswoche agierten sie als Chief Executive Officers (CEOs), Chief Financial Officers (CFOs) oder Chief Human Ressources Officers (CHROs) und lernten nebst betriebswirtschaftlichen Aspekten viel über Entscheidungsprozesse, Konfliktmanagement und Verantwortung.

Während einer Woche vermarkteten die Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer ihre Smartwallets – ein erfundenes Produkt, das das analoge Portemonnaie ablöst und alle Debit- und Kreditkarten auf einem Gerät vereint.

Zwei von wirtschaftsbildung.ch gestellte Spielleiter, die hauptberuflich in der Schweiz in der Privatwirtschaft tätig sind, diskutierten mit den Jugendlichen die wichtigsten betriebswirtschaftlichen Konzepte. Dazu gehörten unter anderem Marketingstrategien, die Grundlagen der Buchhaltung sowie die Analyse von Unternehmenskennzahlen.

Wirtschaftswoche an der Schweizerschule in Rom
Schülerinnen und Schüler des vierten Liceo der Schweizerschule in Rom präsentieren ihre Smartwallet-Lösung.

Ein wichtiger Bestandteil der Unternehmenssimulation waren die täglichen betriebswirtschaftlichen Entscheidungen, die die Schülerinnen und Schüler im Team fällen mussten. Diese Entscheidungen reichten von der Preisgestaltung über die Wahl der Vertriebskanäle bis hin zu Investitionen in Forschung und Entwicklung.

Stets komplexere Herausforderungen

Mit dem Voranschreiten der Woche wurden die Herausforderungen immer komplexer. So mussten die Teilnehmenden beispielsweise die Auswirkungen von Lohnanpassungen, Marktveränderungen oder Umweltauflagen in ihre Strategie mit einbeziehen. Auch ethische Fragestellungen wie die Nachhaltigkeit der verwendeten Rohstoffe oder faire Arbeitsbedingungen wurden diskutiert und in die Entscheidungsfindung miteinbezogen.

Besonders spannend war die Simulation von Marktveränderungen, die sich durch neu eintretende Konkurrenten, die Expansion in das Ausland oder der Inflation ergaben. Die Schülerinnen und Schüler mussten daraufhin ihre Strategien anpassen und innovative Lösungen entwickeln, um ihre Marktposition zu behaupten. Dass dies ein Tanz auf Messers Schneide sein kann, hat das eine oder andere Topmanagement der Unternehmen am eigenen Leib zu spüren bekommen.

Neben den betriebswirtschaftlichen Aspekten war auch die persönliche Entwicklung ein wichtiger Bestandteil der Wirtschaftswoche. Die Jugendlichen lernten, Verantwortung zu übernehmen, Konflikte zu lösen und unter Zeitdruck fundierte Entscheidungen zu treffen.

Höhepunkt der Wirtschaftswoche

Ein Höhepunkt der Woche war die am letzten Tag stattfindende Investorenkonferenz. Hier präsentierten die Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer ihre Geschäftsmodelle vor Eltern, Freunden und Lehrpersonen.

In überzeugenden Präsentationen stellten sie ihre Marketingstrategien, Finanzpläne, Werbevideos und Zukunftspläne vor. Diese reichten von der Expansion nach Amerika bis hin zur Neueröffnung einer international tätigen Bank. Die anschliessende Fragerunde bot dann die Gelegenheit, die Ideen kritisch zu verteidigen und das erlernte Wissen unter Beweis zu stellen.

Der anschliessende Apéro bot eine Plattform, sich im Networking zu üben. Die positive Stimmung und der Stolz der Jugendlichen über ihre Leistungen waren deutlich spürbar. Die Wirtschaftswoche zeigte eindrücklich, wie viel Potenzial in den Schülerinnen und Schülern steckt und wie wertvoll praktische Erfahrungen für das Verständnis wirtschaftlicher Zusammenhänge sind.

Autor: Pascal Steiner, Lehrer für Wirtschaft und Recht Schweizerschule in Rom

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